Festliche Aromen: woher die Düfte der Weihnachtszeit kommen
Weihrauch, Myrrhe, Zimt und Muskat kamen über Jahrhunderte aus fernen Gegenden in die Alpen und waren lange so kostbar, dass man sie nur zu besonderen Anlässen verwendete. Woher die Düfte der Weihnachtszeit kommen.
An einem Dezemberabend riecht man Weihnachten oft zuerst an der Tür. Draußen ist die Kälte so trocken, dass man kaum etwas riecht, höchstens den Rauch, der von einem Hof weiter oben herüberzieht. Dann geht die Tür auf, und alles kommt auf einmal: Orangenschale, Zimt, eine eben ausgeblasene Kerze.
Die meisten dieser Düfte haben eine weite Reise hinter sich. Weihrauch, Myrrhe, Zimt und Muskat kamen über Jahrhunderte aus Gegenden, die von den Alpen aus kaum jemand je gesehen hatte, und waren lange so kostbar, dass man sie nur zu besonderen Anlässen verwendete. Vielleicht ist das der Grund, warum sie bis heute nach Fest riechen.
Weihrauch und Myrrhe
Weihrauch ist das getrocknete Harz eines Baumes, der in der Steinwüste wächst. Die begehrteste Sorte stammt von Boswellia sacra aus der Region Dhofar im Süden Omans. Gewonnen wird er bis heute auf traditionelle Weise: Ab dem späten März ritzen Sammler die Rinde flach an. Der erste weiße Saft taugt nichts und wird nach etwa drei Wochen abgekratzt. Erst was danach austritt, wird geerntet, in einem Rhythmus von rund drei Wochen, und in der Wüstenhitze getrocknet. Am wertvollsten gilt das Harz vom Wüstenrand, gelblich-weiß und klar.
In der Antike zogen Karawanen damit über die sogenannte Weihrauchstraße rund 3.200 Kilometer bis ans Mittelmeer, 70 bis 90 Tage lang. Myrrhe, das zweite Harz aus der Weihnachtsgeschichte, kommt von verwandten Bäumen der Gattung Commiphora, vor allem aus Somalia. Ihr Duft ist dunkler als der des Weihrauchs, warm, bitter und balsamisch.
Zimt und Muskat
Zimt ist nicht gleich Zimt. Was im Supermarkt häufig verkauft wird, ist Cassia, die dicke Rinde des Chinesischen Zimtbaums. Ceylon-Zimt dagegen stammt von Cinnamomum verum, hauptsächlich aus Sri Lanka. Bei ihm wird nur die dünne innere Rinde verwendet. Sie rollt sich beim Trocknen von beiden Seiten ein, und mehrere dieser Schichten werden zu den feinen, brüchigen Stangen ineinandergesteckt, an denen man ihn erkennt. Sein Duft ist feiner und süßer als der von Cassia, weniger scharf. Ceylon-Zimtrinde ist es auch, die wir in ARVE Chaleureux verwenden.
Muskat ist der Samen des Muskatnussbaums. Über Jahrhunderte kam er vor allem von den Banda-Inseln, einer kleinen Inselgruppe in den Molukken, und war so wertvoll, dass europäische Mächte erbittert und mit großer Gewalt um sie gekämpft haben. Heute steckt er unauffällig in jedem Lebkuchen. Sein Duft ist erdig, warm und leicht süßlich.
Und draußen?
Im winterlichen Wald riecht es weniger, als man erwartet. Kälte bremst die Duftstoffe, Schnee dämpft ohnehin vieles. Umso deutlicher bemerkt man, was trotzdem durchkommt: das Harz einer Zirbe, die an einem sonnigen Hang ein paar Stunden Licht abbekommen hat, oder den Holzrauch aus einem Kamin unten im Tal.
Vielleicht passt ARVE Chaleureux deshalb so gut in diese Wochen, obwohl es kein Weihnachtsduft sein will. Am Anfang stehen Zirbe und Ceylon-Zimtrinde, in der Mitte Muskat, Feigenblatt und Zedernholz, und zuletzt Moos, Amber und ein Akkord aus Kaschmir-Wolle. Es ist der Duft der letzten Stunde Sonne, kurz bevor man hineingeht, wo der Zimt schon wartet.
Wer Chaleureux zuerst ausprobieren möchte, findet ihn zusammen mit Pétillant im Discovery Set.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Ceylon-Zimt und Cassia? Ceylon-Zimt stammt von Cinnamomum verum aus Sri Lanka und besteht aus vielen dünnen, eingerollten Schichten der inneren Rinde. Cassia ist die dickere Rinde des Chinesischen Zimtbaums, schärfer im Geschmack und deutlich reicher an Cumarin.
Woraus wird Weihrauch gewonnen? Aus dem Harz von Boswellia-Bäumen. Die Rinde wird angeritzt, das austretende Harz gesammelt und getrocknet. Die begehrteste Sorte kommt aus Dhofar im Oman.
Ist ARVE Chaleureux ein Weihnachtsduft? Nicht im engeren Sinn. Mit Ceylon-Zimtrinde, Muskat und Zirbe passt er aber gut in die kalte Jahreszeit.
Set
Erst tragen, dann wählen.
